September 09 2020

VSZ warnt vor Haustürgeschäften mit Vertretern und Handwerkern

Immer wieder versuchen Vertreter und auch Unternehmen ihre Dienstleistungen an der Haustüre zu verkaufen. Oft zu überteuerten Preisen. Die Verbraucherschutzzentrale sagt Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Wenn Vertreter oder fremde Handwerker an der Haustüre klingeln und ihre Dienste anbieten, ist das ein Warnzeichen. Besonders Senioren und ältere Menschen geraten ins Visier der Abzocker.

Energieverträge

Viele Vertreter, vor allem von Energieanbietern, wollen keine maßgeschneiderte Dienstleistung verkaufen, sondern ein Maximum an Verträgen abschließen. Dabei gibt es eindeutig Regeln, die ein Vertreter an der Haustüre beachten muss:

  • er muss sich eindeutig zu erkennen geben. Genaue Identität des Vertreters fragen
  • er muss genau sagen, welche Firma oder welches Unternehmen er vertritt.

Das gleiche gilt allerdings auch für Vertreter von Staubsaugern, Matratzen oder sonstigen Haushaltswaren.

Was tun?

  • Es gibt nichts Dringendes an der Haustüre. Je dringender ein Geschäft angeblich ist, desto hellhöriger sollte man sein.
  • Niemals einen Vertrag an der Haustüre zwischen Tür und Angel abschließen
  • Wenn Sie Interesse haben, räumen Sie sich Bedenkzeit ein und überprüfen das Angebot in aller Ruhe.
  • Falls Sie dennoch einen Vertrag unterschrieben haben, können Sie diesen innerhalb von 14 Tagen per Einschreiben widerrufen.

Von Dachreinigung bis Asphaltarbeiten

Manche versuchen Hausbesitzern eine Reinigung oder Instandsetzung ihres Daches zu verkaufen. Zu den typischen Angeboten dieser Art gehören auch Pflaster- oder Asphaltarbeiten, Teppichreinigung oder Schimmelbekämpfung.

Polizeidienste berichten von Wucherpreisen und Arbeiten, die nicht sachgemäß ausgeführt worden sind.

Nicht in allen Fällen klingeln die dubiosen Anbieter direkt an der Tür. Einige werben auch im Internet, mit Kleinanzeigen in der Zeitung oder mit Flyern für ihre Dienste.

Was tun?

  • Es gibt nichts Dringendes an der Haustüre. Je dringender ein Geschäft angeblich ist, desto hellhöriger sollte man sein.
  • Bei der Handwerkssuche Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis einholen und Qualifikationen des Anbieters prüfen: Hat er Referenzen?
  • Zwei bis drei Kostenvoranschläge einholen und vergleichen.
  • Einen Vertrag abschließen, in dem die anstehenden Arbeiten, Anforderungen und Preise genau festgelegt sind.
  • Niemals den vollen Preis in bar zahlen, sondern allenfalls eine Anzahlung leisten.
    Eine vollständige Rechnung einfordern.
  • Nicht nötigen lassen. In kritischen Situationen die Polizei verständigen.

Wer dennoch auf einen dubiosen Anbieter hereingefallen ist, kann Klage bei der Polizei einreichen oder die Meldestelle des FÖD Wirtschaft kontaktieren:

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