März 17 2020

VSZ warnt vor Coronavirus als Betrugsmasche

Die Verbraucherschutzzentrale warnt, Betrüger könnten die Entwicklungen rund um das Coronavirus ausnutzen. Fake-Shops und angebliche Wundermittel schießen wie Pilze aus dem Boden.

Manche Betrüger sind kreativ und reagieren schnell auf neue Entwicklungen und spielen mit den Ängsten der Menschen.

Wundermittel

Im Netz kursieren E-Mails, die ein Wundermittel als Hilfe gegen das Coronavirus anpreisen. Dieses Wundermittel hat auch seinen Preis: 1.850 € verlangt der Hersteller, der sich als Dr. John GLOIVERTH vorstellt, für eine Flasche einer ölhaltigen Flüssigkeit.

Schon die Zahlungsweise lässt aufhorchen: Man muss mit dem Hersteller in Kontakt treten und via Telefon oder E-Mail die weiteren Zahlungsmodalitäten in Erfahrung bringen. Darüber hinaus fehlen Adresse, Kontonummer und Handelsregisternummer. Von den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ganz zu schweigen.

Hier handelt es sich eindeutig um Betrug.

Fake-Shops

Auch sogenannte Fake-Shops spielen mit der Angst rund um das Coronavirus. Deshalb sollen Verbraucherinnen und Verbraucher vorsichtig sein, in unbekannten Internet-Shops Schutzmaterial zu bestellen. Vielfach werden Desinfektionsmittel und Schutzmasken angeboten, aber nicht geliefert. Hier kann es passieren, dass die Betrüger teils existierende Firmennamen missbrauchen.

Wer bei solchen dubiosen Shops bestellt, ist sein Geld mit hoher Wahrscheinlichkeit los, die angegebenen Daten sowieso – und hat am Ende auch keine Ware.

Auf die Fake-Shops gelangen Verbraucherinnen und Verbraucher etwa über Suchmaschinen, Posts in sozialen Netzwerken oder Links in E-Mails. Allerdings sollte man auf solche Links gar nicht reagieren, weil nicht auszuschließen ist, dass man gleich auf Webseiten mit Schadsoftware landet.

Woran erkenne ich Fake-Shops?

  • Häufige Rechtschreibfehler sind oft ein Indiz für einen Fake-Shop.
  • Wenn nur Zahlung per Vorkasse angeboten wird, dann sollte man vorsichtig sein.
  • Wenn für die Zahlung ein Dienst wie z.B. Western Union verwendet wird, sollten sämtliche Alarmglocken schrillen.
  • Viele dieser Fake-Shops sind sehr professionell aufgebaut, werben mit Gütesiegeln und geben ein gefälschtes Impressum an (Name des Inhabers der Website und Adresse mit Telefonnummer).
  • Trotzdem gibt es einige Warnzeichen: Fehlen Impressum, allgemeine Geschäftsbedingungen, Informationen zum Widerrufsrecht oder Kontaktangaben, dann handelt es sich eindeutig um einen unseriösen Anbieter.
  • Ein einfaches Mittel, um einen Fake-Shop zu enttarnen ist es, seinen Namen in eine Suchmaschine einzugeben. Im Internet gibt es auch Portale, wie z.B. Watchlist, die die bekanntesten Fake-Shops im Fall rund um das Coronavirus im Internet auflisten.

Und wenn ich bereits Opfer eines Fake-Shops bin?

  • Wer auf die Betrüger reingefallen ist, sollte Kontakt mit dem Zahlungsinstitut aufnehmen und prüfen, ob die Zahlung rückgängig gemacht werden kann.
  • Sicherheitshalber dem Fake-Shop mitteilen, dass man vom Vertrag zurücktritt.
  • Bei der Polizei Anzeige erstatten.

https://www.watchlist-internet.at/

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