Februar 17 2019

Vorsicht vor angeblichen Google Maps-Anrufen

Die Verbraucherschutzzentrale warnt vor der Firma Teledeal Media, die sich als Google Maps-Mitarbeiter ausgeben und vor allem Selbstständige mit dem Eintrag in ein Branchenverzeichnis in eine Abofalle locken wollen.

Im Fokus stehen Gewerbetreibende und Freiberufler, die vor allem während der Geschäftszeiten angerufen werden. Da es sich meist um kleinere Betriebe handelt, ist gewährleistet, dass der Inhaber selbst am Telefon ist. Dieser hat meistens wenig Zeit, was die Täter schamlos ausnutzen.

Die Telefon-Masche

Der Anrufer stellt sich zunächst als Google Maps-Mitarbeiter vor und versucht das Opfer in ein Gespräch zu verwickeln und Fragen zu stellen, die als Antwort ein „Ja“ fordern. Antwortet das Opfer in irgendeiner Form mit „Ja“, steckt er in der Kostenfalle.

Wenige Tage später erhalten die Opfer von Teledeal Media eine Rechnung über mehrere hundert Euro. Ein Widerrufsrecht gibt es nicht.

Wer nicht zahlt, erhält in der Regel zunächst ein Mahnschreiben und dann ein Schreiben von einem Inkasso-Unternehmen.

Was tun?

Die Verbraucherschutzzentrale empfiehlt bei Anrufen von angeblichen Google Maps-Mitarbeitern, auf keinen Fall Fragen mit einem „Ja“ zu beantworten, am besten direkt auflegen.

Wer doch in die Kostenfalle getappt ist, sollte

  • auf keinen Fall zahlen,
  • schriftlich und per Einschreiben, dem Vertrag widersprechen,
  • und Anzeige bei der Polizei erstatten (alle Dokumente mitbringen).

Die Firma Teledeal Media betreibt im Internet unter der Adresse „städte-check.com“ ein Branchenverzeichnis. Die Firma hat ihren Sitz in Emmerich am Niederrhein in der Nähe von Düsseldorf, Geschäftsführer ist Nizam Toru.

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