März 27 2020

Wegen Coronavirus: Reisende haben die Wahl

Verbraucher, die wegen der Coronavirus-Krise ihre Pauschalreise nicht haben antreten können, bekommen zunächst einen Gutschein. Nach 1 Jahr haben sie die Möglichkeit, eine Erstattung zu beantragen. Das hat die Föderalregierung entschieden.

Dabei spielt es keine Rolle, ob der Reiseveranstalter oder der Verbraucher selbst die Pauschalreise annulliert.

Der ministerielle Erlass vom 19. März sieht außerdem vor, dass der Verbraucher diesen Gutschein nicht ablehnen kann. Diese Regelung gilt allerdings nur vom 20. März bis zum 21. Juni 2020.

Der Gutschein muss folgende Bedingungen erfüllen:

  1. Der Gutschein muss den Gesamtwert des vom Reisenden bereits gezahlten Betrags darstellen.
  2. Für die Zustellung des Gutscheins dürfen keine Kosten in Rechnung gestellt werden.
  3. Der Gutschein hat eine Gültigkeit von mindestens einem Jahr.
  4. Und der Gutschein muss erkenntlich anzeigen, dass er infolge der Coronavirus-Krise ausgestellt worden ist.

Nach 12 Monaten haben Reisende das Recht, eine Erstattung zu beantragen. Der Reiseveranstalter ist dann verpflichtet, die Kosten innerhalb von 6 Monaten zu erstatten. Nach Angaben der Föderalregierung sollte dies Reisende ermöglichen, ihr Geld zurückzubekommen, wenn sie ihre Reise nicht auf das nächste Jahr verschieben können.

Darüber hinaus hat Ministerin Muylle vorgesehen, dass Reisende ihren Gutschein nach Gutdünken verwenden können. „Es ist Sache des Urlaubers, zu entscheiden, welche Reise er als Alternative buchen und wann er abreisen möchte“, verlautete aus dem Kabinett. Das heißt, der Reiseveranstaltet kann den Reisenden nicht zwingen, dieselbe Fluggesellschaft, dasselbe Hotel oder denselben Reiseführer zu wählen.

 

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