Februar 04 2019

Einkaufsfallen im Supermarkt  

Die meisten von uns erledigen ihre Einkäufe im Supermarkt. Die VSZ möchte Ihnen ein paar Tipps geben, wie Sie Einkaufsfallen umgehen können.

Bevor Sie Ihre Einkäufe tätigen, setzen Sie sich in Ruhe zuhause an den Tisch und überprüfen, welche Lebens- und/oder Haushaltsmittel Sie wirklich benötigen. Erst dann notieren Sie genau, was Sie wirklich brauchen. Schauen Sie auch in Werbeprospekten oder Werbezeitschriften nach, vielleicht finden Sie ja Produkte, die Sie benötigen und die derzeit im Angebot sind.

Einkaufszettel: sehr wichtig!

Damit Sie nicht den ganzen Laden leerkaufen, sollten Sie zu Hause eine Einkaufsliste erstellen und sich auch an diese halten! Nehmen Sie nur die Menge, die Sie auch tatsächlich benötigen und setzen Ihren Einkauf fort.

Einkaufswagen nicht voll machen

Die Versuchung nimmt ihren Anfang bereits in dem Augenblick, in dem Sie Ihren Einkaufswagen nehmen. Das Prinzip ist einfach: Je größer der Einkaufswagen, je mehr packt man hinein! Einkaufswagen sind mit der Zeit immer größer geworden, damit Sie mehr einkaufen. Und die Einkaufskörbe? Die einfachen zum Tragen verschwinden, heute haben sie Räder. Aber lassen Sie sich nicht reinlegen. Halten Sie sich einfach an Ihre Einkaufsliste. Wenn Sie nur wenig einzukaufen haben, nehmen Sie einen Korb. Bei einem Einkaufswagen stellen Sie als erstes die Getränke hinein. Sie werden oft in schweren und sperrigen Verpackungen angeboten. So umgehen Sie das „leerer-Einkaufswagen-Syndrom“.

Nicht mit leerem Magen einkaufen
 
Gehen Sie nie mit leerem Magen einkaufen. So entgehen Sie dem Zwang stark gezuckerte, gesalzene oder fettreiche Lebensmittel zu kaufen.

Vorgegebene Gangrichtung vermeiden
 
Die Falle schließt sich ein wenig mehr, wenn Sie die Eingangstür des Geschäfts hinter sich gelassen haben, denn der Aufbau eines Supermarkts ist gut durchdacht. Um zu den Grundnahrungsmitteln wie Milch, Eier, Wasser etc. zu gelangen, müssen Sie zuerst an den „Versuchungsregalen“ vorbei. Außerdem ändert regelmäßig die Anordnung der Waren. So müssen Sie durch das gesamte Geschäft, um die Waren auf Ihrer Einkaufsliste auch zu finden, sodass sich mehr Gelegenheiten ergeben, ungeplante Waren in Ihren Einkaufswagen zu legen.

Von oben nach unten schauen
 
Nehmen Sie sich vor Waren in Acht, die auf Augenhöhe stehen, denn diese Artikel bringen dem Geschäft das meiste Geld ein. Meist sind dies gleichzeitig die teuersten Produkte. Die Marken bezahlen sogar die Handelsketten dafür, um diese sehr beliebten Plätze zu ergattern. Im Gegensatz hierzu sind die Schnäppchen oft in den untersten oder aber den obersten Regalen zu finden. Vorsicht: Süßigkeiten befinden sich selbstverständlich auf Kinderaugenhöhe!

Falsche Angebote entlarven
 
Sie hatten vor, 12 Becher Joghurt zu kaufen und gerade bietet man Ihnen ein Maxi-Paket von 16 Bechern an. Lohnt sich das? Nicht unbedingt. Prüfen Sie auch immer den Preis pro Kilogramm, Liter oder Stück. Dies ist die einzige Möglichkeit zu prüfen, ob das Angebot auch tatsächlich interessant ist.

Aufpassen gilt auch bei Sets
 
Eine Packung Lichtmess-Crêpes… so verkauft man Ihnen Mehl, das bereits reichlich zu Hause im Vorausschrank steht. Hüten Sie sich auch vor zusammenpassenden Angeboten: Erdbeeren im Angebot und gleich daneben Sahne in der Sprühdose zu einem hohen Preis.

Monodosen meiden

Waren, die in Klein- oder Minipackungen verkauft werden, sind oft sehr viel teurer als die klassische Packung. Vergessen Sie daher nicht, den Liter- oder Kilopreis zu vergleichen.

Achtung bei Verkaufsversprechen
 
Fallen Sie auch nicht auf Verkaufsversprechen wie „traditionelles Rezept, natürlich, unverfälscht, ehrlich, gesund, frisch, hausgemacht etc.“ herein. Diese Aussagen besagen überhaupt nichts! Verlassen Sie sich nur auf die Zusammensetzung.

Der Zweck heiligt die Mittel beim Kundenfang
 
Supermärkte wirken auf alle Sinne: Gehör, Geruchsinn, Sehen, Geschmack und manchmal sogar die Wahrnehmung über die Haut, um den Verbraucher zu beeinflussen und zu verführen. Der Duft nach frischem Brot oder Grillhähnchen regen unverzüglich den Appetit an und schaffen darüber hinaus eine angenehme Atmosphäre und veranlassen den Kunden, länger im Geschäft zu verweilen.

Manche Geschäfte bieten regelmäßig Produktverkostungen an. Aber dabei handelt es sich nicht wirklich um Geschenke, denn die Absicht des Verkäufers ist es, Sie zum Kauf anzuregen.

Auch Farben, Dekoration und Licht werden wirksam als Eye-Catcher eingesetzt. Bunte Plakate und Tafeln weisen auf Sonderangebote, Schnäppchen und Neuheiten hin… Das Licht ist an das jeweilige Produkt angepasst oder aber es lenkt den Blick auf ein spezifisches Produkt.

Das Gleiche gilt für die Musik. Manchmal ist sie bereits auf dem Parkplatz zu hören und begleitet sie ins Innere. Leicht rhythmische Musik ist ideal wie brasilianische Musik oder Rhythmen, die an Ferien und Sonne erinnern und ein Gefühl der Energie hervorrufen, steigern die Verkaufszahlen. Sehr oft aber auch, werden bekannte Lieder ausgestrahlt, da sie ein Gefühl der Geborgenheit bei den Kunden hervorrufen.

Aufgepasst bei kleinen Kindern

Das Gehirn von Kindern bis zu einem Alter von 5-6 Jahren kann nicht mit diesen ganzen Emotionen, dem Stress und der Überstimulation umgehen. In Supermärkten herrscht jedoch eine übermäßige Stimulation (zu viele Stimulationen fürs Auge, die Ohren und die Nase) und ein übermäßig stimuliertes Gehirn reagiert wie ein Computer mit einem „Bug“, wodurch sich auch die Krisen während des Einkaufs erklären lassen, die oftmals als Launen abgetan werden.

Beschäftigen Sie sich an der Kasse
 
Auch an der Kasse versucht man im Supermarkt noch, Sie zum Kauf von Fernsehzeitungen, Kaugummis, Süßigkeiten, Batterien etc. zu verleiten. Um nicht in die Falle zu tappen, sollten Sie sich beschäftigen.

Gesunde Lebensmittel kaufen

Bedenken Sie, dass die im Supermarkt angebotenen Waren meist aus der Lebensmittelindustrie stammen, welche viel oder vielleicht sogar zu viel Chemie bei der Lebensmittelherstellung einsetzt (Zusatzstoffe, Farbstoffe, Konservierungsmittel, Herstellungsverfahren auf Grundlage von Pulvern, Konzentraten, Extrakten usw.) und dass beim Streben nach Profit oftmals der gesunde Menschenverstand, das Wohl und die Gesundheit der Verbraucher außen vor gelassen werden. Die Industrie tischt Ihnen manchmal entsetzliche Dinge auf und es gibt eine Reihe von „Nahrungsmittel“, auf die Sie besser verzichten sollten. Ideal ist es, seine Mahlzeiten selbst mit frischen naturbelassenen Produkten zuzubereiten, am besten Bio.

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