August 01 2018

Earth Overshoot Day – Erde am Limit

01.08.2018 – Seit Mittwoch, 1. August lebt die Erde auf Pump und ist am Limit: Earth Overshoot Day, zu deutsch „Welterschöpfungstag“. Damit wurde die Gesamtleistung der Natur auf unserem Planeten in diesem Jahr in sieben Monaten aufgebraucht.

Das Global Footprint Network berechnet in jedem Jahr die auf der Erde verfügbare Biokapazität und stellt sie dem ökologischen Fußabdruck gegenüber. Ist der Fußabdruck größer als die Biokapazität, dann spricht man von einem „Overshoot“, der ökologischen Überschuldung. Somit lebt die Menschheit ab dem 2. August 2017 über ihre Verhältnisse – sozusagen auf Pump.

Im Moment beansprucht die Menschheit bereits so viele Ressourcen, dass es 1,7 Erden bedürfte, um diese nachhaltig bereit zu stellen. Bei bestehenden Trends wird die ökologische Schuld um 2030 bereits einen ganzen zusätzlichen Planeten ausmachen.

Belgien kein Musterbeispiel

Der ökologische Fußabdruck des Durchschnittsbelgiers liegt bei 7,1 Hektar, während der Weltdurchschnitt bei 2,3 liegt.

Die Plattform Footprint fordert verbindliche Pläne, um den ökologischen Fußabdruck EU-weit auf ein nachhaltiges Niveau zu verkleinern – insbesondere durch Reduktion der CO2-Emissionen und ein Eindämmen des Natur zerstörenden Ressourcenverbrauchs auch bei nachwachsenden Rohstoffen.

„Wir gehen täglich unverantwortlich mit unserem Planeten um. Kein Wunder, wenn Wetterextreme auch hier bei uns in Mitteleuropa weiter zunehmen“, warnt Pressereferent Bernd Lorch.

Die Folgen

Die ökologischen Folgen sind schon seit Jahren spürbar: Urwaldzerstörung, Bodenerosion, Schwund der Artenvielfalt sowie die stete Zunahme von CO2 in der Atmosphäre.

Was kann der Verbraucher tun?

Zunächst wäre es ja mal interessant, seinen eigenen ökologischen Fußabdruck zu berechnen. Wer Internetverbindung hat, der wird im Netz fündig. Zum Beispiel unter folgendem Link: http://www.fussabdruck.de

Aber auch der WWF und Footprintnetwork sind interessante Portale, die Lösungsansätze liefern, um seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Konkret kann aber jeder etwas dazu beitragen: 

  • Wie zum Beispiel das Fliegen drastisch reduzieren,
  • wenn möglich nicht alleine und vor allem langsamer mit dem Auto fahren
  • weniger Fleisch essen, dafür mehr Obst und Gemüse aus regionalem  und biologischem Anbau
  • die Energieeffizienz in den eigenen vier Wänden überprüfen und gegebenenfalls verbessern
  • …und sein Kaufverhalten überdenken, indem ich weniger und dafür aber länger haltbare Dinge einkaufe.

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