Mai 31 2018

Aus für den Plastikstrohhalm

Mitte Mai hat die EU-Kommission in Brüssel Details zu den Plänen vorgestellt, wie Einweggeschirr, Wattestäbchen und Strohhalme verboten werden können. Die VSZ gibt einen Überblick.

Die EU-Kommission will zunächst jene Plastikprodukte verbieten, die am häufigsten im Strandmüll auftauchen. In der Regel sind das Einweggeschirr, Trinkhalme, Getränkerührstäbchen, Halter für Luftballons und Wattestäbchen aus Plastik.

Darüber hinaus will die Kommission zudem bestimmte Plastikgruppen eindämmen. Dazu gehören Verpackungen für Fastfood, Luftballons, Getränkeverpackungen und Deckel.

Schließlich sollen bis 2025 alle EU-Staaten mindestens 90 Prozent der Einwegplastikflaschen getrennt sammeln.

Wann tritt das Verbot in Kraft?

Zunächst muss das EU-Parlament über den Vorschlag abstimmen, dann der EU-Ministerrat. Da 2019 Europawahlen anstehen, sind die Chancen gering, bis zu diesem Datum ein Ergebnis zu erzielen.

Und da es sich ja um eine Richtlinie handelt, müssen die einzelnen EU-Staaten und somit auch Belgien diese Richtlinie in nationales Recht umwandeln. Das kann noch Jahre dauern.

Ist der Maßnahmenkatalog ausreichend?

Nein, denn das Grundproblem ist die Herkunft des Plastikprodukts: Erdöl. Diese Ressource steht für zahlreiche Klimaprobleme. Trotz des gestiegenen Ölpreises ist Erdöl für die Kunststoffproduktion zu billig, da die Folgekosten nicht einbezogen sind. Folgekosten sind Klimawandel und Meeresverschmutzung.

Dennoch ist das Plastikverbot ein ganz wichtiges Zeichen, auch wenn damit das Plastikmüllproblem noch nicht ganz aus der Welt geschafft ist.

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