Juni 06 2019

2018 wurden insgesamt 171 Lebensmittel zurückgerufen

Die Föderale Agentur für die Sicherheit der Lebensmittelkette hat 2018 insgesamt 171 Lebensmittel zurückgerufen. 2017 gab es nur 53 Produktrückrufe.

Die Föderale Agentur für die Lebensmittelsicherheit überwacht die Nahrungsmittelkette buchstäblich vom Bauernhof bis auf den Teller.

2018 hat die FANSK (Afsca) 171 Lebensmittel zurückgerufen. Das ist ein Anstieg von 222 Prozent im Vergleich zu 2017, wo es nur 53 Produktrückrufe gab.

Laut FANSK liegen die Gründe zum einen bei einer erhöhten Kontrollrate der Agentur selbst und zum anderen leisten die Hersteller mehr Kontrollen. „Außerdem sei die Behörde bei der Durchführung von Rückrufen sehr gewissenhaft gewesen und hätte Warnungen von europäischen Kollegen ernst genommen“, schreibt das GrenzEcho.

Für die Durchführung der erforderlichen Analysen verfügt die Agentur über 5 eigene Labore und kann bei weiteren Analysen in Bedarfsfällen siebzig externe Labore hinzuziehen.

Salmonellen & Co.

Die Gründe für einen Lebensmittelrückruf sind unterschiedlich: Die Palette reicht von ListerienKolibakterien und Salmonellen über fehlende Allergenkennzeichnung (Gluten, Ei, …) bis hin zu Glas- und Metallsplittern in den Produkten.

Nach Angaben der Föderalen Agentur für die Sicherheit der Lebensmittelkette bargen von den insgesamt 171 Lebensmitteln 78 Produkte ein mikrobiologisches Risiko (Listerien, Salmonellen, …), 61 ein chemisches (erhöhter Bleigehalt,…) und 32 ein physikalisches Risiko (Glassplitter,…).

Informationspolitik

Nach Angaben der FANSK stellt die Agentur so viele Informationen wie möglich zur Verfügung. Sie besitzt eine Website und eine Facebook-Seite, wo die Lebensmittelrückrufe abgebildet sind. Auch werden die klassischen Medien mit den nötigen Presseinformationen versorgt.

Wermutstropfen

Die Informationen auf der Website der Föderalen Agentur für die Sicherheit der Lebensmittelkette sind nur teilweise in deutscher Sprache verfügbar. Die wichtigsten Angaben, wie z.B. den Lebensmittelrückruf gibt’s nur auf Französisch oder Niederländisch. Darüber hinaus werden oft nur Fremdwörter und Fachbegriffe benutzt, die das Verständnis des Textes deutlich erschweren.

Die Verbraucherschutzzentrale hat die FANSK auf diesen Missstand aufmerksam gemacht und hofft auf eine baldige Lösung.
Link: http://www.favv-afsca.be/consommateurs/

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